Dmitri Schostakowitsch


Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) war eine genialische Frühbegabung. Er studierte in jungen Jahren Komposition bei Maximilian Steinberg, einem Schüler Nikolai Rimsky-Korsakows. Noch während seiner Studienzeit hatte er einen sensationellen Erfolg mit seiner 1. Sinfonie (1924/25). Daneben reüssierte er auch als Pianist. In der vorstalinistischen Zeit bis etwa 1930 wurde er auch von westlichen Stilen und Elementen, aber auch modischen Strömungen des Jazz beeinflusst. 1935/36 wurde er das erste Mal vom sowjetischen Zentralkomitee gemaßregelt, das eine stärkere Hinwendung zu den massenwirksamen Grundsätzen des Sozialistischen Realismus forderte. Er konzipierte mit der 5. Sinfonie (1937 uraufgeführt) eine praktische Antwort eines Sowjetkünstlers auf gerechte Kritik, die er den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution widmete und erfuhr volle Rehabilitierung, weil die Kritik an dem totalitären System, die Unterdrückung des Menschen und der aufgezwungene Jubel im Finale, die diesem Meisterwerk innewohnen, von den Offiziellen nicht als solche erkannt wurden.

Schostakowitschs Walzer Nr. 2 aus der Jazz Suite, die kurze Zeit später entstand, zählt neben An der schönen blauen Donau von Johann Strauß (Sohn), zu den besten und schönsten überhaupt. (Er wurde erst durch den Stanley-Kubrick-Film Eyes Wide Shut (GBR/USA 1999) weltweit einem breiteren Publikum bekannt.)
1940 wurden erneut Vorwürfe der Komplikation erhoben, jedoch bereits 1941 ein erster Stalinpreis für die 7., die sogenannte Leningrader Sinfonie, verliehen. Neuen Angriffen musste er sich zusammen mit seinen Komponistenkollegen Sergei Prokofjew und Aram Khatchaturian aussetzen, nachdem 1946 seine 9. Sinfonie bekannt wurde und 1948 seine Opernkonzeption kritisiert wurde. 1949 erfolgte eine Rehabilitierung aufgrund des Oratoriums Das Lied der Wälder. Diese eröffnete ihm den Zugang zu öffentlichen Ämtern, die ihm eine wesentliche Einflussnahme auf das sowjetische Musikleben ermöglichten.

Um die Geschichte unseres Landes zwischen 1930 und 1970 nachzuleben, reicht es aus, die Sinfonien von Schostakowitsch zu hören, schrieb die Wochenzeitung Moskowskije Nowosti, der Cellist Mstislaw Rostropowitsch sah im sinfonischen Schaffen Schostakowitschs eine Geheimgeschichte Russlands.
Schostakowitsch selbst bekannte in seinen Memoiren:
Warten auf die Exekution ist eines der Themen, die mich mein Leben hindurch gemartert haben. Viele Seiten meiner Musik sprechen davon. Manchmal möchte ich es den Interpreten erklären in der Hoffnung, sie könnten das Werk dann besser verstehen. Doch dann hält mich der Gedanke zurück, dass man einem schlechten Interpreten sowieso nichts erklären kann, und ein guter wird es selber empfinden.

 

 

1940 wurden erneut Vorwürfe der Komplikation erhoben, jedoch bereits 1941 ein erster Stalinpreis für die 7., die sogenannte Leningrader Sinfonie, verliehen. Neuen Angriffen musste er sich zusammen mit seinen Komponistenkollegen Sergei Prokofjew
und Aram Khatchaturian aussetzen, nachdem 1946 seine 9. Sinfonie bekannt wurde und 1948 seine Opernkonzeption kritisiert wurde. 1949 erfolgte eine Rehabilitierung aufgrund des Oratoriums Das Lied der Wälder. Dies eröffnete ihm die Wahrnehmung öffentlicher Ämter, die ihm eine wesentliche Einflussnahme auf das sowjetische Musikleben ermöglichten.
Schostakowitschs Walzer Nr. 2 aus seiner Jazz Suite zählt neben An der schönen blauen Donau von Johann Strauß (Sohn), zu den besten und schönsten überhaupt. Er wurde vor allem durch den Stanley-Kubrick-Film Eyes Wide Shut (GBR / USA 1999) weltweit bekannt.

Um die Geschichte unseres Landes zwischen 1930 und 1970 nachzuleben, reicht es aus, die Sinfonien von Schostakowitsch zu hören, schrieb die Wochenzeitung Moskowskije Nowosti, der Cellist Mstislaw Rostropowitsch sah im sinfonischen Schaffen Schostakowitschs eine Geheimgeschichte Russlands.
Schostakowitsch selbst bekannte in seinen Memoiren: Warten auf die Exekution ist eines der Themen, die mich mein Leben hindurch gemartert haben. Viele Seiten meiner Musik sprechen davon. Manchmal möchte ich es den Interpreten erklären in der Hoffnung, sie könnten das Werk dann besser verstehen. Doch dann hält mich der Gedanke zurück, dass man einem schlechten Interpreten sowieso nichts erklären kann, und ein guter wird es selber empfinden




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