Was ist schon Zukunft?

Die Zukunft wird Gegenwart

und bald Vergangenheit.

Für mich vereinigen sich alle Drei,

- Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft -,

zur Zeitlosigkeit.

In der Erinnerung an das Zeitlose

offenbart sich der Mensch.

 

Marcel Marceau (1923-2007)

 

 


Was ist an Kultur-Durchblick einzigartig?

Heutzutage fällt es dem kulturinteressierten Menschen immer schwerer, sich aus der Fülle des Überangebots
die tatsächlich maßgeblichen Filme, Aufführungen, Ausstellungen und Konzerte herauszusuchen. Mit meinem Projekt Kultur-Durchblick möchte ich Tipps und Anregungen geben, um sich im Dickicht des Kulturangebots zurechtzufinden, indem ich Empfehlungen, Infos und Kurzkritiken in übersichtlicher Form präsentiere. Ohne lange im Netz surfen zu müssen, um an hochwertige Veranstaltungstipps zu kommen, findet man hier rasch das Wesentliche in komprimierter und sachlicher Form. Ein paar Mausklicks genügen, und man ist im Bilde. Die kulturellen Highlights umfassen den deutschsprachigen Raum sowie die Kunstausstellungen in New York, der globalen Kunstmetropole schlechthin. Parallel dazu plane ich in nächster Zukunft Filmvorführungen und Diskussionsveranstaltungen, über die ich hier informieren werde.

Mein Angebot erfasst außer der Literatur und Theater (die noch in Planung sind) alle Bereiche der Kultur, insbesondere Film, Musik und Kunst.

Als eines der entscheidenden Qualitätskriterien, die die Auswahl beeinflussen, betrachte ich in der Kunst und der Kultur, die zunächst emotional erfasst werden, Wirkungen, die im Sinne des antiken Ideals, das nach dem Schönen, Guten und Wahren strebt, in positive Energie umgewandelt werden. Diese sogenannten Aha-Effekte, also Schlüsselerlebnisse, sollten den Horizont des Menschen erweitern und ihm Denkanstöße geben können, ohne dabei geschmackliche Grenzen zu unterschreiten. Auch das Schlimme, Unangenehme und Schlechte kann in einer Form zum Ausdruck gebracht werden, die die geschmacklichen, moralischen und ethischen Regeln nicht verletzt. Dabei reicht es nach Friedrich Gulda, einem österreichischen Pianisten, nicht, das Elend dieser Welt abzubilden, man muss sich auch bemühen, einen Ausweg zu finden.
Ein weiteres Indiz für Qualität ist für mich gute Unterhaltung, aus der ich mit einem positiven Gefühl entlassen werde.

Seit etwa Anfang der 1980er Jahre, mit Einführung des Privatfernsehens, setzte im deutschen Sprachraum eine
Verflachung und Kommerzialisierung unserer Kultur ein, die mit einer zunehmenden Infantilisierung unserer Gesellschaft einhergeht. Diese zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass originale Ideen und Inspirationen aller Art nur noch kopiert, plagiiert, verkitscht und verhunzt (ausgenommen Satiren) werden, also keine eigenen Kreationen mehr darstellen. Es hat sich der Trend abgezeichnet, das Vorbild zu vereinfachen, weichzuspülen, und dabei zu entzaubern. Ja, man versucht sogar Emotionen zu rationalisieren, wodurch ihnen gänzlich die Kraft genommen wird. Ebenso fehlt es einem erstaunlich hohen Anteil der Newcomer an Ideen und Kreativität, was schon in allen Epochen keine einfache Sache war. Immer mehr Banalitäten werden zur Kunst erhoben.
Man biedert sich dem Publikum an, nur mit dem Ziel, schnelle kommerzielle Erfolge zu feiern - oder man enfternt sich mit verstiegenen Nabelschauen völlig von ihm. Diese Entwicklung halte ich für Besorgnis erregend, zumal längst öffentlich-rechtliche Medien und staatliche Bühnen auf diesen Zug gesprungen sind.

Meine Aufgabe sehe ich darin, die Authentizität der Kultur zu bewahren und zu verbreiten. Mein Projekt Kultur-Durchblick soll dazu dienen, diesen unvorteilhaften Entwicklungen entgegenzuwirken und die ursprüngliche Funktion und bewusstseinserweiternde Wirkung der Kultur zur Geltung zu bringen.

Dimitri Spyrou




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